PM 11.09.2011 - Klavierabend Widmungen

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Holdenstedter Schlosswochen 2011

Klavierabend „Widmungen“ mit Hinrich Alpers

Den Abschluss der Holdenstedter Schlosswochen bildet ein Klavierabend mit Hinrich Alpers. Wie unter einem Brennglas konzentriert dieses Konzert noch einmal das Motto des Festivals: „Von der Romantik zur Moderne. Franz Liszt – Gustav Mahler“. Das Programm umfasst die einhundert Jahre von der Geburt Franz Liszts bis zum Tode Gustav Mahlers. Steht Liszt dabei für die progressive Musik der späten Romantik und des ausgehenden 19. Jahrhunderts, ist Gustav Mahler nichts weniger als der Vater der Musik des 20. Jahrhunderts. Wenn auch an diesem Abend kein Werk Mahlers auf dem Programm steht, so verweisen die 1911 komponierten „Sechs kleinen Klavierstücke“ op. 19 von Arnold Schönberg auf dessen Mentor und Freund Mahler – reagiert doch die letzte dieser Klavierminiaturen unmittelbar auf die Nachricht vom Tode des großen Symphonikers. Der Schwerpunkt des Programms liegt jedoch auf Robert Schumann und Franz Liszt, zwei der bedeutendsten Klavierkomponisten des 19. Jahrunderts und darüber hinaus zwei der einfluss-reichsten Musikerpersönlichkeiten ihrer Zeit. Die Werke dieser beiden „Großen“, die Fantasie C-Dur op.17 (Schumann) und die Sonate h-Moll (Liszt) bilden die Klammer dieses Abends: Schumann hatte Liszt seine Fantasie gewidmet und Liszt revanchierte sich umgekehrt mit einer Widmung der Sonate an Robert Schumann.

Karten zu diesem interessanten Abend gibt es bei der Touristinformation (0581/ 800 6172), im Online-Verkauf unter www.reservix.de und an der Abendkasse.

PM 10.09.2011 - eine musikalische Dreiecksgeschichte

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Holdenstedter Schlosswochen 2011

Alma, Alex und Gustav – eine musikalische Dreiecksgeschichte

Am 10. September geht’s im Schloss Holdenstedt ans Eingemachte! Schon der Titel lässt das Richtige vermuten. Alexander Zemlinsky war der Lehrer und Geliebte von Alma Schindler, die sich von ihm löste, um Gustav Mahler zu heiraten. Zemlinsky, der mit dem Ehepaar Mahler in Kontakt stand, war Kapellmeister unter Gustav Mahler an der Wiener Hofoper und heiratete später die Schwester von Arnold Schönberg. Von Zemlinsky werden z. T. ungedruckte und kaum bekannte Jugendwerke zu hören sein. Die Wiederentdeckung seiner bemerkenswerten Kompositionen, seit etwa 40 Jahren, hat Parallelen zur Mahler-Renaissance.
Natürlich wird an diesem Abend wieder das Adagietto aus der 5. Symphonie Mahlers erklingen, das sich in immer anderen Besetzungen durch die gesamten Schlosswochen zieht, dieses Mal in einer Bearbeitung für Violine und Klavier von Otto Wittenbecher. Bei diesem Thema ist das Stück natürlich von besonderem Gewicht, ist es doch eine Liebeserklärung des Komponisten an seine Frau.
Auf dem Programm stehen außerdem Lieder von Alma Mahler, die während ihrer Ehe das Komponieren aufgeben musste. Erst kurz vor seinem Tod hatte Gustav Mahler ein Einsehen in diesen schlimmen Verzicht für seine Frau und war ihr bei der Publikation ihrer Lieder behilflich.
Natürlich wird es auch an diesem Abend eine Uraufführung geben, nämlich einen von Joachim Draheim für Violine und Klavier bearbeiteten Ländler aus dem 2. Satz der 9. Symphonie von Mahler.
Die Interpreten dieses Konzerts sind Ira Maria Witoschynskyj, Amy Rodenburg, Natasha Korsakova und die Schauspielerin Julia Thorne, die das erste Mal bei den Holdenstedter Schlosswochen auftritt. Sie wird aus Alma Schindlers bzw. Alma Mahlers Biographie und Tagebüchern lesen. Jeder, der sich schon einmal mit dieser außergewöhnlichen Frau beschäftigt hat, die nicht nur Beziehungen zu Zemlinsky und Mahler hatte, sondern auch zu Kokoschka, Werfel und Gropius, weiß, dass diese Quellen ein intimes Bild nicht nur ihrer eigenen Lebensverhältnisse, sondern auch der Kulturszene ihrer Zeit widerspiegeln.
Die Geigerin Natasha Korsakova erhielt als Erste Musikerin im Moskauer Konservatorium den Publikumspreis „Russische Muse“, 1998 wurde sie „Künstlerin des Jahres“ in Chile, im Juli 2008 bekam sie den „Premio Sirmione Catullo“, einen der begehrteste italienischen Kulturpreise und wurde zur „Künstlerin des Jahres 2008“ in Italien gekürt. Natasha Korsakova spielt weltweit mit großen Orchestern, von ihr liegen zahlreiche CD-Aufnahmen vor.
Karten zu diesem Konzertabend gibt es bei der Touristinformation (0581/ 800 6172), im Online-Verkauf unter www.reservix.de und an der Abendkasse.

PM 04.09.2011 -Liederabend: des Knaben Wunderhorn

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Holdenstedter Schlosswochen 2011

Liederabend: „Des Knaben Wunderhorn“


Am Sonntag, dem 4. September singen Frauke Thalacker und Stephan Freiberger, begleitet am Flügel von Henning Lucius, die von Gustav Mahler vertonten Lieder aus der Sammlung „Des Knaben Wunderhorn“, die Achim von Arnim und Clemens Brentano 1805 in Heidelberg herausbrachten. Die Witwe des Dichters Richard Dehmel zeichnete ein Gespräch mit Mahler in ihrem Tagebuch auf: „Es käme ihm auch immer wie Barbarei vor, wenn Musiker es unternehmen, vollendet schöne Gedichte in Musik zu setzen. Das sei so, als wenn ein Meister eine Marmorstatue gemeißelt habe und irgend ein Maler wollte Farbe darauf setzen. Er, Mahler, habe sich nur einiges aus dem Wunderhorn zu eigen gemacht; zu diesem Buche stehe er seit frühester Kindheit in einem besonderen Verhältnis. Das seien keine vollendeten Gedichte, sondern Felsblöcke, aus denen jeder das Seine formen dürfe.“ Ursprünglichkeit und Unmittelbarkeit waren für Mahler Voraussetzungen echter Kunst, er empfand die Wunderhorn-Texte als „Lyrik aus erster Hand“, alles andere sei „Lyrik aus zweiter Hand“. Frühere Liedkomponisten hatten das Banale und Hässliche in ihren Versen vermieden, deshalb wurde Mahler anfangs wegen seiner Textwahl verhöhnt. Er liebte die Realistik, das Sentimentale ebenso wie das Rohe und Grausame. Für die meisten Gedichte, die Mahler vertonte, gilt, dass er sich mit ihnen identifizierte. Er bearbeitete sie so lange, bis sie die Gastalt annahmen, die ihn befriedigte, d. h. er behandelte sie wirklich wie „Felsblöcke“, aus denen er das „Seine“ formte. Besonders liebte er von den Wunderhorngedichten „Des Antonius von Padua Fischpredigt“ , denn die Ironie des Gedichtes gipfelt in den Versen „Die Predig hat g’fallen/ Sie bleiben wie alle“. „Die Fische wurden durch die Predigt um keinen Jota klüger“, sagte Mahler und er fürchtete, dass diese Satire auf das Menschenvolk darin nicht verstanden würde. Man darf gespannt sein, ob das Publikum in Uelzen die Predigt verstehen wird.

Karten zu diesem Liederabend gibt es bei der Touristinformation (0581/ 800 6172), im Online-Verkauf unter www.reservix.de und an der Abendkasse.

PM 03.09.2011 - verklärte Nacht

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Holdenstedter Schlosswochen 2011

Verklärte Nacht



Am Samstag, dem 3. September ab 18.15 Uhr ist das Sharp-Quartet im Schloss Holdenstedt zu Gast. Die hochkarätigen Musikerinnen und Musiker haben Mahler, Liszt, Wagner und Schönberg im Gepäck. Das Streichsextett, hier in einer Bearbeitung für Klaviertrio, hat dem Konzertabend den Namen gegeben. Der Text des Stückes stammt von Richard Dehmel und handelt – kurz zusammengefasst – von einem Liebespaar, das durch die Nacht geht; sie gesteht, dass sie von einem anderen Mann schwanger ist, der Geliebte verzeiht ihr, die Beiden versöhnen sich.
Beginnen wird der Abend aber mit dem Klavierquartettsatz a-moll von Gustav Mahler, den er als Sechzehnjähriger geschrieben hat und der bemerkenswerte Züge aufweist und damit das Profil des Komponisten bereits zu erkennen gibt.
Von Franz Liszt, dem größten Klaviervirtuosen seiner Zeit, stehen „Die Zelle in Nonnenwerth“ und weitere Lieder auf dem Programm. Kein Wunder, dass die Lieder bei seinem Können durch aberwitzig schwierige und klangmächtige Klavierpart gekennzeichnet sind – hier von Begleitungen zu reden, wäre eine Untertreibung, man darf sich also auf einiges gefasst machen.
Ganz anders verhielt es sich bei Richard Wagner, der kein besonders begabter Pianist war und deshalb auch die Lieder, die er komponierte nicht mit klangvollen und geschickten Klavierbegleitungen versah. Aus diesem Grund wurden vor allem auch die „Wesendonck-Lieder“ verschiedentlich bearbeitet, für diesen Abend von Hinrich Alpers für Sopran und Klavierquartett.
Im zweiten Teil des Abends taucht wieder das Adagietto aus der 5. Symphonie von Gustav Mahler auf, aber dieses Mal in einer Bearbeitung für Violine und Klavier. Dieses Stück war eine Liebeserklärung Mahlers an seine Frau Alma, es taucht im Laufe der Holdenstedter Schlosswochen insgesamt vier Mal auf, immer in anderen Bearbeitungen und Besetzungen.
Für diesen Abend mit dem Sharp Quartet (Wojtek Garbowski, Violine; Barbara Buntrock, Viola; Sabine Frick, Violoncello und Hinrich Alpers, Klavier) und der Sopranistin Tehila Nini Goldstein gibt es Karten bei Touristinformation (0581/ 800 6172), im Online-Verkauf unter www.reservix.de und an der Abendkasse (so lange der Vorrat reicht).

PM 02.09.2011 - Literatur und Musik – Liszt und Mahler à quatre mains

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Holdenstedter Schlosswochen 2011

Literatur und Musik – Liszt und Mahler à quatre mains


Dieser Abend am 2. September beginnt mit einer Uraufführung: „La Notte“ – benannt nach einer Skulptur und einem Gedicht von Michelangelo – ist ein tieftrauriges, von Franz Liszt komponiertes Stück, das er bei seiner Beerdigung spielen lassen wollte; allerdings wurde ihm dieser Wunsch nicht erfüllt. Es gibt von diesem Stück zwar eine gedruckte Orchesterfassung, ebenso eine für Klavier und Violine, aber die vierhändige Fassung, die an diesem Abend zu hören sein wird, existiert nur in der Stichvorlage und wird in Holdenstedt mit großer Wahrscheinlich-keit überhaupt das erste Mal in der Öffentlichkeit gespielt. Also wieder ein Lecker-bissen für Musikfreunde, die eine absolute Rarität zu hören bekommen!
Vom Komponisten Liszt selbst gefertigt ist die vierhändige Fassung der symphonischen Dichtung „Orpheus“, zu der er durch eine etruskische Vase im Louvre angeregt wurde. „Les Préludes“, die von Liszt selbst als „symphonische Meditation“ bezeichnet wurden, schildern musikalisch die vier Elemente. Allerdings wurde diese Komposition von den Nazis missbraucht, denn bei jeder Sondermeldung wurde damals die Fanfare aus den Préludes gespielt; deshalb waren sie nach 1945 für lange Zeit nicht mehr in den Konzertsälen zu hören.
Nach der Pause widmen sich das Klavierduo Ljiljana Borota und Christian Knebel und die Sopranistin Frauke Thalacker dem Komponisten Gustav Mahler. Nach dem 2. Satz aus der 1. Symphonie liest der Lüneburger Schauspieler Thomas Ney Ausschnitte aus Thomas Manns Novelle „Der Tod in Venedig“, denn das darauffolgende Adagietto aus der 5. Symphonie ist dem gleichnamigen Film unterlegt und dadurch allgemein bekannt geworden. Es folgen zwei Lieder nach Texten aus „Des Knaben Wunderhorn“, die in Mahlers 3. und 4. Symphonie eingearbeitet wurden. Damals rang der Komponist gegen einen großen Teil der Musikwelt, die sich mit seinem neuen Konzept für die Gattung „Symphonie“, z. T. unter Einbeziehung der Vokalmusik nicht erwärmen konnten. Doch der Erfolg seiner Musik hat Gustav Mahler letztendlich recht gegeben.
Wie immer wird es eine Dreiviertelstunde vor dem Konzert im Schlosscafé eine Einführung geben.
Karten zu diesem Abend gibt es bei der Touristinformation (0581/ 8006172), im Online-Verkauf unter www.reservix.de und an der Abendkasse.

PM 28.08.2011 - Gustav Mahler als Opernbearbeiter

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Holdenstedter Schlosswochen 2011

Gustav Mahler als Opernbearbeiter


Der Abend des 28. August verspricht sehr lustig und unterhaltsam zu werden. Zuerst werden Teile der Oper „Die drei Pintos“ aufgeführt, einer Oper, die Carl Maria von Weber zum Zeitpunkt seines Todes noch nicht vollendet hatte, die dann aber später von Gustav Mahler - im Auftrag des Weber-Enkels - ergänzt und fertig geschrieben wurde. Hier geht es um die Geschichte einer tölpeligen Brautwerbung, bei der es einen echten Pinto und zwei falsche Pintos gibt, denn die Braut wurde zwar einem Mann versprochen, hat ihn aber vor der Hochzeit noch niemals zu Gesicht bekommen, so dass die zwei Gauner ohne Probleme ihren Betrug einfädeln können.
Nach der Pause werden halbszenische Stücke aus der Mozart-Oper „Die Hochzeit des Figaro“ zu sehen und zu hören sein. Es ist kaum bekannt, dass Mahler sich auch dieser Oper angenommen hat. Zu seiner Zeit war dieses Werk zu einer Klamotte verkommen: Es wurde nach Lust und Laune gekürzt, umgestellt, die Rezitative durch Dialoge ersetzt, die deutschen Übersetzungen der italienischen Opern waren albern und ungenau. Der ehrgeizige Dirigent Mahler wollte nicht nur die originale Musik wieder auf die Bühne bringen, sondern auch das Augenmerk auf den politisch hochbrisanten Text von Beaumarchais lenken. Er ließ also eine neue Übersetzung von Max Kalbeck (dem Brahms-Biographen) inklusive zwei von ihm zusätzlich neu hinzu geschriebene Rezitative anfertigen. Die glanzvolle Premiere dieser Neufassung, die einige Jahre lang auch an anderen Bühnen nachgespielt, dann aber vergessen wurde, fand im Mai 1906 statt. Man wird diese Fassung des Figaro wohl selbst im Mahler-Jahr kaum auf einer anderen Bühne finden, denn auf dem 1907 erschienenen Klavierauszug wird Mahlers Name gar nicht erwähnt – es ist nur von einer „Bearbeitung der Wiener Hofoper“ die Rede. Für jeden Opernkenner und –liebhaber wird hier also ein absoluter Leckerbissen angeboten!
Die Mitwirkenden dieses Abends, der um 18.15 Uhr im Schloss Holdenstedt beginnt, sind Miriam Alexandra und Amy Rodenburg (Sopran), Uta Grunewald und Ira Maria Witoschynskyj (Mezzosopran), Steffen Wolf (Tenor), Stephan Freiberger (Bariton), Claus Temps (Bariton), Hans-Jürgen Förter-Barth (Bass-Bariton), Jan Revermann (Klavier) und als Chor das Vokalensemble der Holdenstedter Schlosswochen.
Karten zu allen Veranstaltungen der Holdenstedter Schlosswochen gibt es bei der Touristinformation (0581/ 800 6172), im Online-Verkauf unter www.reservix.de und an der Abendkasse (so lange der Vorrat reicht).

PM Eröffnung und 27.08.2011

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Holdenstedter Schlosswochen 2011


In diesem Jahr stehen die Holdenstedter Schlosswochen unter dem Thema „Von der Romantik zur Moderne“, die beiden Protagonisten sind Franz Liszt und Gustav Mahler. Zur Eröffnung, am Freitag, dem 26. August um 19.00 Uhr im Schloss Holdenstedt, bei der Kostproben von Stücken und Liedern, die einen engen Bezug zu dem, was in den späteren Veranstaltungen zu hören sein wird, haben, sind alle Interessierten herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei.
Ein ganz besonderes Bonbon ist in diesem Jahr, dass die Schlosswochen Gesellschaft mit der Gustav Mahler Vereinigung Hamburg und der Hamburger Oper kooperiert, nämlich deren interessante Ausstellung mit dem Titel „Gustav Mahlers Hamburger Jahre 1891-1897“ während der gesamten Dauer des Festivals im ovalen Saal des Schlosses Holdenstedt zeigt.

Da im vergangenen Jahr die Einführungsvorträge im Schlosscafé, eine dreiviertel Stunde vor Beginn des jeweiligen Konzerts, so gut angenommen wurden, wird in diesem Jahr dieses kostenlose Angebot weiter fortgeführt.

Das erste Konzert am 27. August um 18.15 Uhr „Maiblumen blühten überall“ ist ein wirklicher „Knaller“. Das Norddeutsche Streichsextett – diese Formation hat es bei den Holdenstedter Schlosswochen noch nie gegeben - spielt Werke von Franz Liszt („Am Grabe Richard Wagners“ und „Lisztiana“), Gustav Mahler (Adagietto aus der 5. Symphonie), Alexander Zemlinsky (Zwei Sätze für Streichquintett und „Maiblumen blühten überall“ für Sopran und Streichsextett) und Erich Wolfgang Korngold ( Streichsextett D-Dur). Das bekannte Adagietto aus der 5. Symphonie von Gustav Mahler, das auch dem Film „Der Tod in Venedig“ unterlegt ist und damit dem Komponisten zu einer überwältigenden Renaissance verhalf, steht auf dem Programm in einer Bearbeitung für Streichsextett, Kontrabass und Harfe in der Bearbeitung von Joachim Draheim und wird bei den Holdenstedter Schlosswochen uraufgeführt. Man kann davon ausgehen, dass man diese Kombination von Instrumenten wohl selten auf einer anderen Bühne zu hören bekommen wird.
Eine weitere Uraufführung dieses Abends sind die vier späten Klavierstücke („Lisztiana“) von Franz Liszt in einer Bearbeitung von Joachim Draheim für Streichsextett und Kontrabass. Der Klang dieses Ensembles, eine Gattung der Spätromantik, entfaltet eine wirklich klangliche Opulenz, geht fast ins Orchestrale.
Interessant ist auch die Verbindung der Komponisten dieses Programms untereinander: Erich Wolfgang Korngold war ein noch von Gustav Mahler gefördertes Wunderkind und ein Schüler von Alexander Zemlinsky. Der wiederum war mit Mahler befreundet und sein Rivale um die Gunst Alma Schindlers, der späteren Frau Mahlers.
Die Mitglieder des Norddeutschen Streichsextetts (Lily Francis und Eduard Tachalow, Violine, Manuel Hofer und Sarah Grubinger, Viola, Julian Arp und Friederike Fechner, Violoncello), die Harfenistin Maria Paccagnella und der Kontrabassist Michael Rieber sind hochkarätige Instrumentalisten, die u.a. an verschiedenen Hochschulen lehren, mit großen Orchestern spielen und Bühnenerfahrungen im In- und Ausland haben.